Obedience

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Die Hundesportart „Obedience" (engl. = Gehorsam) gehört in Deutschland zu den modernen Hundesportdisziplinen. Im Ursprungsland England wurde im Jahre 1919 bei den „Working Trials“ eine Vielseitigkeitsprüfung für Hunde gezeigt, die Obedience genannt wurde. Schon bald wurde dieser Hundesport in den skandinavischen Ländern begeistert aufgenommen. Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen und auch Holland blicken inzwischen auf eine über 50 jährige Obedience- Geschichte zurück.

Die FCI beschloss im Jahre 1987 auf ihrer Generalversammlung die Einführung dieser Gehorsams- prüfung.

In Deutschland wurde im Jahre 2002 die erste Prüfungsordnung verfasst und Prüfungen durchgeführt. Bei der Weltmeisterschaft in Amsterdam, die im selben Jahr durchgeführt wurde, startete die erste deutsche Nationalmannschaft.

Was zeichnet Obedience aus?

Die Harmonie des Teams Mensch und Hund, die exakte Ausführung der Übungen, die Arbeitsfreude und Geschwindigkeit des Hundes die Übungen auszuführen, sind die wichtig sten Merkmale dieses faszinieren den Hundesports. Diese Sportart ist grundsätzlich für alle Rassen geeignet und für alle Hundesportler eine Herausforderung, die Freude an Gehor samsübungen haben und bereit sind, fleißig zu trainieren. Der notwendige Ehrgeiz darf allerdings nie im Vordergrund stehen. Abwechslung im Training, Spaß, Spiel aber auch konsequentes Arbeiten, sind Grundlagen für den Erfolg im Obedience. 

Obedience in Deutschland

Obedience-Prüfungen werden in den Leistungsstufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3, sowie Seniorenklasse durchgeführt.

Die Durchführungsbestimmungen in den Klassen Beginner- Klasse, Klasse 1 und 2 werden durch die VDH-Obedience- Prüfungsordnung (VDH-OB PO) geregelt.

Die Klasse 3 wird durch das FCI-Reglement vorgegeben und entspricht der „FCI Internationalen Obedience Klasse“. In dieser Klasse werden auch Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt.

In der Beginner-Klasse wird sehr auf die Wesensüberprüfung des Hundes wert gelegt. In den Leistungsklassen Obedience 1, 2 und 3 wird eine kontinuierlich ansteigende Leistungsanforderung und Weiterentwicklung der Übungen erkennbar.

Beginner-Klasse
1. Verhalten gegenüber anderen Hunden 
2. 1 Minute liegen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht 
3. Freifolge 3
4. Steh / Sitz / Platz aus der Bewegung (Hundeführer wählt aus) 
5. In ein 10 Meter entferntes Quadrat schicken mit Platz 
6. Abrufen aus dem Quadrat 
7. Sprung über die Hürde 
8. Apport auf ebener Erde 
9. Distanzkontrolle aus 3 Metern, 2 Wechsel 
10. Um eine 5 Meter entfernte Pylonengruppe/Tonne herumschicken 
11. Gesamteindruck 

Klasse 1
1. 1 Minute Sitzen in der Gruppe, Hundeführer in Sicht 
2. Freifolge 
3. Steh oder Sitz oder Platz aus der Bewegung 
4. Abrufen 
5. In ein 15 Meter entferntes Quadrat schicken mit Platz 
6. Distanzkontrolle aus 5 Meter 
7. Apportieren und Sprung über eine Hürde 
8. Um eine 10 Meter entfernte Pylonengruppe/Tonne herumschicken 
9. Gesamteindruck 

Klasse 2
1. 2 Minuten Liegen in der Gruppe, Hundeführer außer Sicht des Hundes
2. Freifolge 
3. Steh / Sitz / Platz aus der Bewegung (zwei dieser drei Positionen) 
4. Abrufen mit Steh 
5. In ein 23 Meter entferntes Quadrat schicken mit Platz und abrufen 
6. Apportieren mit Richtungsanweisung 
7. Geruchsidentifizierung 
8. Distanzkontrolle aus 10 Metern 
9. Um eine Pylonengruppe/Tonne herumschicken, Steh/Platz und springen
10. Gesamteindruck 

Klasse 3
1. 2 Minuten sitzen in einer Gruppe, Hundeführer außer Sicht des Hundes 
2. 1 Minute liegen in einer Gruppe mit abrufen 
3. Freifolge 
4. Positionen aus der Bewegung (zwei der drei möglichen Positionen) 
5. Abrufen mit Steh/Sitz/Platz 
6. In ein 23 Meter Quadrat schicken mit Richtungsanweisung, Platz und abrufen
7. Apportieren auf Anweisung 
8. Um eine Pylonengruppe/Tonne herumschicken, Steh/Sitz/Platz,apportieren und springen  
9. Geruchsidentifizierung 
10. Distanzkontrolle aus 15 Meter

Senioren -Klasse
1. 2 Minuten Liegen in der Gruppe, Hundeführer außer Sicht des Hundes
2. Freifolge 
3. Abrufen 
4. In ein 15 Meter entferntes Quadrat schicken mit Platz 
5. Steh / Sitz / Platz aus der Bewegung (zwei dieser drei Positionen) 
6. Apportieren mit Richtungsanweisung 
7. Um eine 5 Meter entfernte Pylonengruppe/Tonne herumschicken 
8. Geruchsidentifizierung 
9. Distanzkontrolle aus 10 Metern 
10. Gesamteindruck